Kerwe: Guter Zuspruch bei den Veranstaltungen in Siedelsbrunn. Kerweredd der Höhepunkt. Auf dem Dach gefangen
Siedelsbrunn. Eine ausgesprochen positive Bilanz konnten die Verantwortlichen der Siedelsbrunner Kerwe am Montagabend ziehen. Zwar mussten sie Abstriche beim Zuspruch am Freitagabend machen, aber an den folgenden Tagen gab es großen Zuspruch. „Aus Vereinssicht war die Kerwe ein voller Erfolg“, erklärte Yannik Ehret in seiner Funktion als Mitorganisator des TV 02 Siedelsbrunn.
„Alles in allem waren wieder knapp 100 Helfer im Einsatz“, berichtete er. Diese kamen aus der TV-Abteilung Breitensport, es waren aktive und passive Mitglieder im Einsatz und auch die Handballjugend packte kräftig mit an. Sie sorgten dafür, dass es den Besuchern an den Veranstaltungstagen in Sachen leibliches Wohl an nichts mangelte.
Sehr gut angenommen wurde das Programm am Sonntag. Zunächst gab es einen Kerwe-Gottesdienst, zu dem die evangelische Kirchengemeinde Überwald einlud. Pfarrer Jörg Michas gestaltete ihn im Rahmen der Sommerkirche. Anschließend wurde das traditionelle Hochzeitsessen serviert.
Am Nachmittag kamen die jüngeren Besucher auf ihre Kosten, denn ihnen wurden einige Attraktionen geboten. So stand zunächst einmal das Ausgraben der Kinderkerwe auf dem Programm. Ständig belegt war der Kinderschminkstand. Eine schöne Erfrischung in der Hitze gab es bei den Wasserspielen. Viel Spaß hatten die kleinen Siedelsbrunner zudem beim Entenangeln und beim Dosenwerfen, ständig belagert war zudem die große Hüpfburg.
Für die großen Siedelsbrunner stand natürlich die Kerweredd im Mittelpunkt. Die Straßenmusikanten der KKM Abtsteinach überbrückten mit ihren musikalischen Darbietungen die Zeit, bis die Kerwejugend zur Tat schritt und einen lustigen Einblick in die Missgeschicke gab, die den Ortsbürgern in den vergangenen zwölf Monaten widerfuhren. Dabei betonte Ehret gegenüber unserer Redaktion, dass es Ortsvorsteher Jochen Kreis gleich viermal in die Redd geschafft hatte. Als Kerwepfarrerinnen fungierten abermals Chiara und Jaline, die von den Kerwemädchen Emilia und Fenja unterstützt wurden.
„Mer brauche koa Fernseh, koa RTL, Siedelsbrunn liefert den Stoff ganz schnell“, hieß es zum Auftakt. Ein Beispiel dafür wurde schon zu Jahresbeginn durch einen Ortsbürger geliefert, der Solarpaneelen auf seinem Dach montierte. Als er vom Dach heruntersteigen wollte, musste er feststellen, dass seine Frau die Leiter weggebracht hatte. „Do saß er owwe un hot nur geschennt: „Wo ist dann mei blädi Frah hingerennt?“
Unerwartete Verspätung gab es bei einer Frauengruppe, die ohne ihre Männer die Pfalz besuchen wollte. Jedoch hatte der Fahrer den Autoschlüssel beim verriegelten Auto in den Kofferraum gelegt. Sie bekamen den Tipp, das nächste Mal den Zug zu nehmen. Die Gäste bekamen noch eine ganze Reihe weiterer lustiger Verfehlungen präsentiert, und so durften sich die Kerwepfarrerinnen am Ende über begeisterten Applaus freuen.
Sehr gut besucht war am Kerwemontag der Frühschoppen. Dank einer großen Zahl von Freibierspendern war für beste Stimmung und damit für einen gelungenen Abschluss der vier Festtage gesorgt. Der Frühschoppen zog sich bis in den Nachmittag hinein, ehe die Kerwe schließlich im kleinen Siedelsbrunner Kreis ausklang.
Quelle: Odenwälder Zeitung